Volkswirtschaft
Die Globalisierung wirft zur Beunruhigung vieler die Frage auf, was wir überhaupt noch langfristig in Deutschland rentabel produzieren können. Da (fast) alles anderswo billiger gemacht werden kann, bleiben im wesentlichen zwei Optionen:
Man produziert besser als die anderen, (zeitweise) uneinholbar. So hat man ein begrenztes Monopol und kann die hiesigen Kosten als Preise durchsetzen. Dies ist forschungs- und (aus-)bildungsgetriebene Innovation mit entsprechend hohen Barrieren für Nachahmer. Die Höhe der Barriere entspricht dabei dem zeitlichen Vorsprung vor den nationalen und internationalen Wettbewerbern.
Man kann sich auch durch Innovationen geringeren Ausmaßes ein zeitlich begrenztes Monopol erschaffen, das allerdings in der Regel von geringerer Dauer ist. Man könnte sagen, dass man in diesem Fall nicht (so sehr) besser, sondern vielmehr schneller ist als der Wettbewerb.
Der erste Weg ist sicherer, da besser planbar und als Barriere wirksamer, aber erheblich ressourcenintensiver.
Unternehmen, die einen dieser beiden Wege einschlagen, schaffen nicht nur für sich selber eine gute Wettbewerbssituation, sondern – bei exportfähigen Produkten und Dienstleistungen – tragen auch zur Stärkung des Standorts Deutschland bei.
